Obwohl bei der Mittwinter-Wasservogelzählung am 17.1.2026 die Sichtverhältnisse wieder nicht sonderlich gut waren (Nebel waberte mal mehr, mal weniger stark), reichte es, dass wir nach dem schon im letzten Jahr zahlenmäßig starken Januar dieses mal mit 17.714 Ind. einen neuen Januar-Höchstwert seit mind. 2013 verzeichnen konnten. Möglicherweise hat die vorangegangene Frostperiode ihren Anteil daran, die viele der umliegenden Seen zufrieren ließ. Auch im Aiterbacher Winkel waren nur noch kleine Restflächen im Südostbereich eisfrei, in denen sich dann immerhin ein paar interessante Schwimmenten sammelten.
Starke Zahlen waren durchwegs zu erkennen: seit Jahren schon mit beständiger Zunahme und neuen Januar-Höchstständen seit mind. 2013 gab es bei der Graugans (1.269 Ind.) und auch bei der Spießente (80 Ind.), aber auch weitere Arten warteten mit sehr hohen Werten auf. Darunter viele Schwimmenten insbes. Krick- (402 Ind.), Schnatter- (209 Ind.) und Löffelente (37 Ind.) – da hat der äußerst niedrige Wasserstand sicherlich auch seinen Anteil daran. Auch beim Blässhuhn gab es mit 7.648 Ind. einen Höchstwert. Die Dominanz war aber nicht gleichmäßig auf dem See verteilt: in den östlichen Zählabschnitten fehlte das Blässhuhn oftmals komplett, während die Tauchenten eher gleichmäßig auf alle Abschnitte verteilt waren.
Ein paar wenige Arten fallen allerdings durch ungewöhnlich geringe Zahlen auf. Dazu gehören Schwarzhalstaucher (9 Ind.), Lachmöwe (240 Ind.) und insbes. die Sturmmöwe, mit 2 Ind. ein Negativrekord. Sterntaucher und die Meeresenten (insbes. Samt- und Eisente) scheinen noch nicht wirklich am See angekommen zu sein. Erwähnenswert sind noch 40 Blässgänse, 4 Zwergsäger, 17 Prachttaucher, 3 Rothalstaucher, 1 Ohrentaucher und 2 Rohrdommeln.
Der Reihe nach die Top-10 Arten: Blässhuhn (7.648 Ind. / 43,2%), Reiherente (4.105 Ind. / 23,2%), Stockente (1.372 Ind. / 7,7%), Graugans (1.269 Ind. / 7,2%), Tafelente (916 Ind. / 5,2%), Schellente (468 Ind. / 2,6%), Krickente (402 Ind. / 2,3%), Lachmöwe (240 Ind. / 1,4%), Schnatterente (209 Ind. / 1,2%), Haubentaucher (195 Ind. / 1,1%).
Folgende zwei Diagramme zeigen die Entwicklung von Graugans (oben) und Spießente (unten) seit 2013


Die Karte zeigt die Verteilung der Blässhühner bei der Januarzählung 2026:

